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Aktuelle Veranstaltungen in Fürth
175 Jahre Fürther Rathaus – spannende Geschichte und Geschichten
Ein Gebäude Erster Klasse
Fürth wurde 1808 zur Stadt und 1818 zur „Stadt Erster Klasse“ des Königreichs Bayern erhoben. Durch diese Entwicklung bekam es eine eigene Verwaltung unter Leitung von zwei Bürgermeistern, einem Magistratsrat und einem Gemeindekollegium.
Davor war Fürth ein lebhafter Marktflecken mit drei verschiedenen Herrschern: dem Bistum Bamberg, dem Markgraftum Ansbach und der Reichsstadt Nürnberg – ohne zentrale Administration und entsprechendem Verwaltungsbau.
Also musste nach dem Übergang an Bayern und der Stadtwerdung endlich ein Rathaus gebaut werden. Es entstand auf Initiative des ersten Bürgermeisters Franz Joseph von Bäumen vor über 175 Jahren und wurde an Silvester 1850 seiner Bestimmung übergeben. Seitdem beherrscht es mit seinem imposanten, ungefähr 52 Meter hohen Turm, der an den Florentiner Palazzo Vecchio erinnert, die Stadtansichten Fürths. Der Bau drückt das Selbstbewusstsein der sich im 19. Jahrhundert schnell entwickelnden Industriestadt aus und beherbergt bis heute einen Teil der Stadtverwaltung.
Die Sonderausstellung zeigt die Geschichte dieses wichtigen Gebäudes von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Entwürfe von diversen bedeutenden Architekten wie beispielsweise Leo von Klenze sind ebenso zu sehen, wie die Pläne von Eduard Bürklein, jenem Architekten, der mit der Unterstützung seines Bruders Friedrich den Bau anhand dieser Vorlagen verwirklichte.
Zeitgenössische Abbildungen auf Stichen und Lithografien sowie alte und neue Fotografien und Postkarten zeigen das Bauwerk im Laufe der Zeit durch die verschiedenen Epochen bis heute. Sie alle veranschaulichen die historische Bedeutung des beeindruckenden Fürther Wahrzeichens.
Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Franken
Dauerausstellung im Jüdischen Museum Franken in Fürth
Das Jüdische Museum Franken in Fürth erzählt anhand von Judaika und Alltagsgegenständen Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Franken. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus mit Ritualbad und historischer Laubhütte. Das Gebäude spiegelt auf faszinierende Art den gelebten Alltag jüdischer Familien vom 18. bis ins 19. Jahrhundert wider.
Blick in die Mikwe des Jüdischen Museums Franken in Fürth.
Unter den Schuhen knirscht es hörbar, es wird dunkler und deutlich kühler, es riecht feucht und erdig. Der Weg zum historischen Ritualbad im Keller des Fürther Museums ist abenteuerlich. Der jüdische Kaufmann und Vorsteher der Jüdischen Gemeinde, Hirsch Fromm hatte das Ritualbad und das Vorderhaus 1702 errichtet.
Einzigartige Spuren lassen sich im Haus entdecken – so zum Beispiel auch die originale Kassettendecke und das flexible Dach der historischen Laubhütte im hinteren Anbau. Hier feierten einst jüdische Familien das Laubhüttenfest.
Blick in die Laubhütte des Jüdischen Museums Franken in Fürth.
Spannende und überraschende Einblicke in die jüdische Geschichte und Kultur Frankens präsentiert die Dauerausstellung: wie jüdische Gemeinden schon im Mittelalter virtuelle Gedächtnisräume schufen, warum Fürth das wichtigste religöse jüdische Zentrum Süddeutschlands wurde und warum ein ausgestelltes Porzellanservice vier Mal über den Atlantik reisen musste.
Auch Geheimnisse lüften sich – wie klingt ein Schofar, warum können Heuschrecken koscher sein und weshalb steht ein Tyrannosaurus Rex im Museum?
Ehrenamtliche aus der Spiegelfabrik haben den Spiel- und Krabbeltreff ins Leben gerufen. Jeden Donnerstag sind junge Familien eingeladen, mit ihren Kindern von 0 – 2 Jahren bei dem kostenfreien Angebot vorbeizukommen und sich im Quartiersbüro in der Lange Straße 53 in Fürth mit anderen Eltern auszutauschen. In Kooperation mit SJD Die Falken – OV Fürth ; Anmeldung unter: buero@falken-fuerth.de
Manfred Hönig ist ein realistischer Maler, der Stilelemente aus Foto- und Hyperrealismus verwendet. Seine Bilder schaffen erzählerische Momente, für die er Motive aus seinen zahlreichen Reisen verwendet und in denen er den Wandel zu einer postindustriellen Gesellschaft abbildet. In virtuoser Technik arbeitet er dabei mit Öl, Acryl und Aquarellfarben.
"Autos sind für mich ein zentrales Symbol für den Glauben an Technik und das Grenzenlose des Fortschritts. Vor allem die amerikanischen Autos der goldenen Jahrzehnte von 1950 bis 1970 symbolisieren das ‚Bigger is Better‘ perfekt. Davon abgesehen haben sie auch einen gewissen dekadenten Charme. In der Zerbrechlichkeit ihres Verfalls sind sie gleichwohl auch ‚schön‘. Wüsten sind Landschaften, die manche faszinieren, andere aber erschrecken, in ihrer Kombination mit Autos zeigen sie die Zerbrechlichkeit unserer Zivilisation. Fragiles und Schönes findet sich aber genauso in den Bildern zu Venedig, Industrieruinen und der Natur." (Manfred Hönig)
Zum 25-jährigen Bestehen des Jüdischen Museums Franken in Fürth zieht das JMF seit letztem Jahr eine kritische Bilanz. Die Ausstellungsreihe „Shitstorm. Meinungsstreit im Museum“ erinnert mit dem letzten Teil „Von Raub, Resitution und Mythen der Toleranz“ an kontroverse Themen und Ausstellungen, die das Haus und sein Umfeld nachhaltig geprägt haben.
Mit Shitstorm blickt das Jüdische Museum Franken nicht nur auf seine eigene Geschichte zurück, sondern stellt sich auch der Frage, wie Museen mit gesellschaftlichen Konflikten, Erinnerungskultur und historischen Deutungen umgehen können: Was haben die Debatten bewirkt und wo steht das Museum heute?
Lesungen zur Mittagszeit: "Jetzt schlägt´s dreizehn"
mit Lydia Wagener, Ruth Lenz-Tichai und Gäste
Zwischen zugehörig und fremd
Manchmal bewegen wir uns auf schmalem Grat zwischen diesen beiden Polen, manchmal scheint die Kluft riesig, unsere Gefühle fahren Achterbahn. Wir fassen dieses stets aktuelle Thema in Worte.
Leitung: Ute Klauk, Frauen in der Einen Welt
Wer, wenn nicht Architekt*innen prägen unsere Städte!? Jürgen Hübsch von Hübsch + Harlé Architekten, ist Stadtplaner, Geschäftsführer und Partner. Wie sieht sein Blick auf Fürth aus, welche Projekte verfolgt er und was treibt ihn an? Aktuell sind sie unter anderem an der Thon Plaza in Nürnberg beteiligt und sie haben auch Skizzen für einen Aktivspielplatz erstellt. Also von Groß bis Klein. "Ich als Fürther Mensch stehe für Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber meiner Stadt."
# Visionär #Mann der Tat #lösungsorientiert
Gemeinsam spazieren gehen, reden und zuhören. Und dabei vielleicht mit Menschen in Kontakt kommen, denen ich sonst eher selten begegne.
Bei walk und talk tauschen wir uns aus zu Fragen rund um alles, was uns in aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit verbindet - locker und spontan im gemeinsamen gehen. Themenimpulse helfen dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Jeder Spaziergang führt zu einem besonderen Ort in Fürth, wo Vielfalt, Austausch, Nachhaltigkeit oder Kunst und Kultur gelebt werden.
Die Kaiserin von Brasilien: Chiquinha Gonzaga. Komponistinnentage
Biografisches Konzert mit Michael Herrschel & Sirka Schwartz-Uppendieck
Kein Karneval in Rio ohne Musik von Chiquinha Gonzaga: Ihr Lied „Ó abre alas!“ ist seit 1899 die heimliche Hymne beim größten Straßenfest der Welt. Chiquinha Gonzaga ist der erste Popstar ihres Landes: die musikalische „Kaiserin von Brasilien“! Über 2000 Titel komponierte sie im Lauf ihrer langen Karriere. Viele sind bis heute Evergreens. Sirka Schwartz-Uppendieck und Michael Herrschel portraitieren die Meisterin mit einem Feuerwerk von Highlights aus ihrem riesigen Œuvre: Fulminante Klavier-Soli wie „Gaúcho“ und „Cubanita“ treffen auf quirlige Musiktheater-Bravourstücke wie „Cançoneta cômica“, „Si fuera verdad!“ und „A Brasileira“. Auch Chiquinha Gonzagas Leben ist legendär. Romane wurden über sie geschrieben, Musicals inszeniert und Filme gedreht. Die brasilianische Serie „Chiquinha Gonzaga“ fesselte international ein Millionenpublikum. Die biografischen Fakten sind dramatisch: Chiquinha Gonzaga wächst auf im Spannungsfeld von Arm und Reich. Mit elf komponiert sie ihr erstes Stück: ein Weihnachtslied für die High Society, von der sie sich bald distanziert. Sie flieht aus einer vom Vater arrangierten Ehe und wird professionelle Musikerin. Aus dem Nichts baut sie sich eine neue Existenz auf. Als Komponistin, Pianistin und kreative Kulturmanagerin ist sie die Begründerin des modernen brasilianischen Musiklebens – und ihr Geburtstag ist inzwischen ein Feiertag!
Lassen Sie sich zu einem gemeinsamen Leseerlebnis an einem der schönsten Leseorte der Stadt verführen.
Entdecken, lesen und diskutieren Sie zusammen mit anderen Bücherliebhaber*innen bekannte und weniger bekannte Autor*innen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, allein die Freude am Lesen zählt. Die besprochenen Bücher müssen vorab weder gekauft noch gelesen werden.
19. März: Best of "Blattwerk". Junge literarische Stimmen
16. April: Sy Montgomery "Rendezvous mit einem Oktopus"
21. Mai: John Updike "Wie war’s wirklich?"
18. Juni: Gaea Schoeters 2Trophäe"
23. Juli: Nadine Schneider "Drei Kilometer"
Dozentin: Dr. Frauke Bayer, Literaturwissenschaftlerin
"Ein Abend, der mit einer kompromisslos klaren Linie überzeugt. (...) Großes Kompliment dafür, wie hervorragend in dieser Inszenierung mit der Kleist'schen Sprache umgegangen wird. Selbstverständlicher und potenter können Blankverse kaum gesprochen werden. Sebastian Sommer gibt dem Spiel ein beeindruckendes Tempo, beredte Lichteffekte und Musik akzentuieren deutlich." Fürther Nachrichten Der Krug ist zerbrochen – und mit ihm eine ganze Gesellschaftsordnung. Aber der Reihe nach: Im Dorf Huisum ist Gerichtstag. Und ausgerechnet Richter Adam führt ein Verfahren, in dem er selbst der Täter ist. Nachts zuvor nämlich hat er die junge Eve bedrängt und ihr einen perfiden Deal aufgenötigt – die Rettung ihres Verlobten Ruprecht vor dem Militärdienst. Auf frischer Tat ertappt, springt er überstürzt aus dem Fenster, wobei nicht nur der titelgebende Krug zu Bruch geht, sondern auch Adams Perücke und seine Würde. Was folgt, ist ein juristisches Possenspiel voller Komik und Tragik zugleich: Eve schweigt aus Angst, während Adam mit dreisten Lügen versucht, Ruprecht als Schuldigen hinzustellen. Doch unter den wachsamen Augen des angereisten Gerichtsrates Walter beginnt sein kunstvoll errichtetes Lügengebäude zusammenzubrechen. Die dörfliche Gemeinschaft sieht sich plötzlich vor der unangenehmen Wahrheit, dass jene, die Recht sprechen sollten, selbst das Unrecht verkörpern. Kleists 200 Jahre alte Justizkomödie entlarvt mit bissigem Witz die Mechanismen männlicher Machtausübung und institutioneller Selbstschutz-Reflexe. Eine erschreckend aktuelle Parabel über Nötigung im Amt, Täter-Opfer-Umkehr und eine Gesellschaft, die trotz besseren Wissens lieber wegschaut. Oder wie es so schön heißt: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand – doch manchmal hilft nur die entschlossene Konfrontation mit der Wahrheit, um die zerbrochene Gerechtigkeit wiederherzustellen.
Victoria Pohls Kompositionen bestechen durch klassische Zeitlosigkeit. Zusammen mit ihren Kollegen entsteht eine dynamisch feine musikalische Kommunikation, die so spannend ist, dass man im Publikum gebannt lauscht und mit Freude im Herzen einen tollen Abend erlebt.
Es swingt, groovt, perlt und das immer mit einem bluesigen Touch. Die neue Musikzeitung (Martin Hufner) schreibt über die Band: "Tolles Trio, tolle Kompositionen, großartige Musikalität der drei. Höflichste intelligente Musik.“
Victoria Pohl - p
Marco Kühnl - b
Christoph Huber - dr